Dauerausstellung – Deutschlands einziges Birgittenmuseum

Der obere Ausstellungsraum Der obere Ausstellungsraum

„Tauche ein in das Klosterleben der heiligen Birgitta von Schweden!“, lockt das Museum Altomünster. Den Besucher empfängt eine ungeahnte Stimmung, wenn er das Museum betritt. Ruhe, Beschaulichkeit, Besinnung – alles, was ein kontemplativer Orden symbolisiert.

Weitere Informationen

  • Öffnungszeiten

    • Samstag: 13 bis 16 Uhr
      Sonntag: 13 bis 17 Uhr
      Im August nur Sonntags geöffnet.

  • Eintritt

    • Pro Person: 2,50 Euro
      Kinder bis 14 Jahre frei
      Gruppen ab 10 Personen:
      2,00 Euro pro Person

  • Ort

    • Museum Altomünster
      St. Birgittenhof 6
      85250 Altomünster

Leben und Werk der heiligen Birgitta im Museum Altomünster

Birgitta von Schweden – eine außergewöhnliche Frau – Mutter, Witwe und Visionsempfängerin. Wer war diese Frau, die einen ganzen Orden begründete? Und welche Geschichte hat das Kloster in Altomünster, das über 500 Jahre Bestand hatte? Am 23. Juli jährt sich der Tod der heiligen Birgitta zum 647. Mal. Das Museum Altomünster widmet sich in seiner Dauerausstellung dem Leben und Werk der heiligen Birgitta von Schweden. 1997 wurde das Museum in der alten Schlosserei, direkt hinter dem Kloster gelegen, von dem Museums- und Heimatverein unter der Leitung von Peter Schultes und Prof. Wilhelm Liebhart gegründet. Liebhart ist seit 2014 1. Vorsitzender des Vereins.

Der untere Ausstellungsraum
Der untere Ausstellungsraum

Betritt man die unteren Räumlichkeiten der Ausstellung über die heilige Birgitta, so empfängt den Besucher ein in einem angenehmen Blau gehaltener Ausstellungsraum. Meditativ und andächtig ist die Stimmung dieses ruhigen Ortes mit seinen Exponaten und den Wandtafeln, die aus dem Leben der heiligen Birgitta berichten. Ausführliche Texte und anschauliche Bilder schildern die Herkunft und das Leben der heiligen Birgitta, die ihre Wirkungsstätte ursprünglich in Schweden und dann in ganz Europa hatte. Die Tafeln dokumentieren die Entstehung des Birgittenordens in Europa und die Gründung des Birgittenklosters in Altomünster. Skulpturen, Architekturmodelle und zwei lebensgroße Figuren mit Mönchs- und Nonnentracht erwecken die Texte und Bilder zum Leben. Birgitta von Schweden – eine Frau, adliger Herkunft, die mit sieben Jahren ihre erste Marienerscheinung und mit elf die erste Erscheinung Jesu Christi hatte. Mit ihrem Ehemann hatte sie insgesamt acht Kinder. Nach seinem Tod offenbarte sich ihr Jesu Christi und gab ihr den Auftrag zur Gründung eines Klosters in Vadstena, Schweden.

Birgitta von Schweden – Vorkämpferin des Friedens im Mittelalter

Prof. Wilhelm Liebhart führt den Besucher gern durch die Ausstellung: „Ihr Auftrag war Frieden zu stiften. Die Bergpredigt sagt: Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Gottes Kinder werden. Birgitta von Schweden gehörte zu den Vorkämpfern des Friedens im Mittelalter“. Aber nicht nur das macht sie zeitlos. In ihren 600 überlieferten Visionen ermahnt sie uns zu einem moralischen Leben, das immer nur erstrebenswertes Ideal sein kann. Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, politische und religiöse Einheit und Menschenrechte nahm sie für sich in Anspruch. Sie ist ein glaubwürdiges Vorbild für uns, weil sie nicht nur die Welt ihrer Epoche zu Recht kritisierte, sondern an sich selbst hohe moralische Maßstäbe anlegte und mit gutem Beispiel voran ging.

Blütezeit im Barock

Das Mittelalter wird in der Regel voller Düsternis, mit der Hexenverbrennung, geistiger Unfreiheit, Leibeigenschaft und Aberglauben gezeichnet. Birgitta gibt Hoffnung in düsteren Zeiten. „Das ist es, was wir mit unserer Ausstellung vermitteln wollen“, erklärt Liebhart. Im oberen Stockwerk der Ausstellung ist die barocke Blütezeit des Klosters in Altomünster dargestellt sowie die Geschichte des Klosters in den Wirren der Jahrhunderte und das Leben der Mönche und Nonnen. Besonders die nachgestellte Klosterzelle beeindruckt den Besucher durch die originalen Exponate.

Neuerwerbung des Museums

Bildnis Birgitta von Schweden
Bildnis Birgitta von Schweden

Nach 200 Jahren kehrte 2015 ein großformatiges Andachtsbild der hl. Birgitta von Schweden in einem prachtvollen, vergoldeten Barockrahmen nach Altomünster zurück. Das Ölbild geht auf einen Kupferstich des Augsburger Stechers Georg Andreas Wolfgang (1631-1714) zurück und zeigt die Heilige, wie sie eine vom hl. Geist eingegebene Vision oder Offenbarung niederschreibt. Das Werk von um 1720 dürfte bis 1803 in Klosterbesitz gewesen sein, ehe es durch die Säkularisation in privatem Besitz gelangte und jetzt aus dem Kunsthandel zurückerworben werden konnte. Auf einen Hinweis von Heike Ehrenberger hin erwarben Antiquitätenhändler Peter Fink, Ehrenvorsitzender Peter Schultes und Prof. Dr. Wilhelm Liebhart die wertvolle und repräsentative Rarität in München. Spenden der Firma TBS, von Dr. med. Thomas Myslik, von Hannegret Neuwinger, Franz Schieri und Bezirkstagspräsident Josef Mederer ermöglichten den Kauf und die aufwändige Restaurierung.

Am Wertvollsten ist der Barockrahmen, der nicht bloß goldenes und dekoratives Beiwerk ist, sondern zentrale Symbole der hl. Birgitta aufnimmt, nämlich die fünf Wundmale Jesu Christi und Rosen. Das lateinische Schriftband hat den Text in deutscher Übersetzung: „O Gott, wie süß sind die Worte Deines Geistes“.

Die Präsentation im Juni 2015 war auch ein Fest für die beiden Birgittennonnen des Klosters Altomünster, die spontan das Birgittalied „Rosa rorans bonitatem“ anstimmten.

Dauerausstellung und wechselnde Kunstausstellungen

Neben der Dauerausstellung zeigt das Museum im Jahresverlauf i.d.R. drei wechselnde Kunstausstellungen, davon eine Ausstellung überregionaler Künstler. Der Besucher wird in eine andere Welt entführt, die zum Verweilen einlädt. „Ein Besuch des Museums lohnt sich und sollte für den nächsten Sonntagsausflug eingeplant werden“, so Liebhart.

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